Sie wird ausschließlich mit den Händen ausgeführt und basiert auf dem Grundsatz: „Bewegung ist Leben“.

Das übergeordnete Ziel einer osteopathischen Behandlung ist es, den Körper darin zu unterstützen, sein naturgegebenes Potential zur Selbstheilung und Eigenregulation optimal auszuschöpfen. Wenn alle Gelenke, Muskeln, Faszien, Nerven, Knochen und Organe beweglich und frei von Spannungen und Blockaden sind, ist eine störungsfreie Eigenregulation möglich.

Die Osteopathie begibt sich auf die Suche nach den Ursachen von Symptomen. Es gibt immer Gründe für die Entstehung von körperlichen Beschwerden.

Zur Veranschaulichung: Sie haben eine Lampe im Wohnzimmer, bei der ständig die Glühbirne kaputtgeht. Sie wechseln die Glühbirne immer wieder aus. Irgendwann stellen sie sich die Frage, warum ausgerechnet bei dieser Lampe die Glühbirnen ständig durchbrennen. Genau diese Frage stellt sich auch ein Osteopath. Die defekte Glühbirne ist in diesem Fall nur ein Symptom, vergleichbar mit Ihren körperlichen Beschwerden. Um dieses Symptom langfristig zu beseitigen, muss die Ursache dafür herausgefunden werden.

Osteopathie geht den Ursachen von Symptomen auf den Grund und unterstützt die Selbstheilungskräfte.

Zu beachten ist, dass es sich lediglich um eine „didaktische Aufteilung“ handelt. Alles ist mit allem verbunden. Der Organismus ist immer als Ganzes zu betrachten. Die Kunst der Osteopathie ist es, alle Teilbereiche, und vor allem deren Beziehung zueinander, zu berücksichtigen.

Dieser Bereich betrifft den Bewegungsapparat. In der parietalen Osteopathie werden die funktionellen Zusammenhänge zwischen Muskeln, Gelenken, Bändern und Knochen berücksichtigt. Spannungen und Blockierungen werden durch spezielle osteopathische Techniken gelöst.

Hierbei handelt es sich um die Behandlung des Organsystems. Auch hier können sehr wichtige Bewegungsabläufe gestört sein. Spannungsmuster können ertastet und reguliert werden.

Durch die craniale Osteopathie wird die Behandlung des Schädels, des Kreuzbeins und des Nervensystems in die osteopathische Behandlung integriert. Vor allem das vegetative Nervensystem, das für die Ausgewogenheit von Ruhe und Aktivität verantwortlich ist, reagiert ausgleichend auf eine Behandlung im Bereich der cranialen Osteopathie.

„Bewegung ist Leben“. Mit diesem Grundsatz der Osteopathie sind nicht ausschließlich die sichtbaren Bewegungen gemeint, wie das Heben des Armes, das Drehen des Kopfes oder das schlichte Gehen. Denn: Viele feine kleine Bewegungen, welche sich in den verschiedenen Köpersystemen, meist unbewusst und unwillkürlich abspielen, sind ebenso grundlegend für ein gutes Funktionieren unseres Organismus.

Auch im Bereich des Organsystems oder des Nervensystems können diese feinen, aber sehr wichtigen Bewegungen ertastet und gegebenenfalls reguliert werden. Wo Bewegung sich ungehindert entfalten kann, können auch die Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe und Nervenwasser zirkulieren. Dann kann ein effizienter Austausch von Nährstoffen stattfinden.

Zur Veranschaulichung: Sie haben im Garten ein Bewässerungssystem für Ihr Gemüsebeet installiert. Auf der einen Seite des Beets gedeiht das Gemüse prächtig. Auf der anderen Seite ist das Gemüse deutlich kleiner ausgefallen und neigt auch mehr zu Schädlingsbefall. Sie stellen fest, dass die Zuleitung für diesen Teil des Beetes verdreht ist, so dass deutlich weniger Wasser bei den Pflanzen ankommen kann. Sie entwirren die Leitung und nach ein paar Tagen stellen Sie fest, dass sich das Gemüse erholt. Die verdrehte Leitung gleicht in diesem Beispiel einer Spannung im Körper, die auf Nerven und Gefäße (Arterien/Venen/Lymphbahnen) drückt. Durch das Lösen einer solchen Spannung können die Körperflüssigkeiten wieder zirkulieren. Die Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen ist wieder gewährleistet.

Höhere Mobilität

= Verbesserte Funktion

= Verbesserte Zirkulation von Körperflüssigkeiten

= Effizientere Stoffwechselvorgänge

= Stärkung der Selbstheilungskräfte

Aus rechtlichen Gründen ist es mir leider nicht erlaubt, hierzu konkrete Beispiele zu nennen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine osteopathische Behandlung für Sie sinnvoll ist, sprechen Sie mich gerne vorab unverbindlich an.

Sollten Sie einmal ein Stück rohes Fleisch verarbeitet haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass dieses von einem dünnen weißen Häutchen umgeben ist. Dabei handelte es sich um eine Muskelfaszie.

Faszien bilden Hüllen zum Schutz und zur Abgrenzung. Sie umkleiden Muskeln, Nerven und Organe und dienen als Aufhängungen der Organe am Skelett. So tragen Faszien unter anderem dazu bei, dass die Organe an ihrem Platz bleiben.

Alle Bereiche des Körpers stehen auf unterschiedliche Weise zueinander in Beziehung. Die Faszien sind die verbindenden Elemente zwischen den Körpersystemen (Bewegungsapparat, Organen und Nerven). Sie spannen ihr Netzwerk im ganzen Körper aus.

Unter anderem aufgrund der umfassenden faszialen Vernetzung des Körpers äußern sich Symptome oft weit vom Ort der ursächlichen Entstehung entfernt. Das Symptom, zum Beispiel Schmerz, bringt uns dadurch „auf die falsche Fährte“. Wenn also nur dort behandelt wird, wo Beschwerden sich äußern, kann oft nur eine kurzfristige Linderung eintreten. Die Ursache ist noch nicht beseitigt. Der Osteopath stellt sich die Frage, wo im Körper Spannungen vorliegen, die das Auftreten des aktuellen Symptoms hervorrufen.

Ein praktisches Beispiel für die unzähligen faszialen Zusammenhänge in unserem Körper: Der Darm ist über Faszien mit dem knöchernen Becken verbunden. Kommt es zu einer erhöhten Spannung der „Darm-Becken Faszie“, kann dies zu Bewegungseinschränkungen und damit zu Beschwerden im Bereich des Beckens, und der Lendenwirbelsäule führen. Der Osteopath behandelt in diesem Fall die Darm-Becken Faszie, um Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule zu lindern. Nach dieser Behandlung hat auch der Darm mehr Bewegungsfreiheit und wird dadurch in seiner Verdauungsfunktion unterstützt.

Faszien spannen ihr Netzwerk im ganzen Körper aus. Sie sind die verbindenden Elemente. Beschwerden entwickeln sich deshalb häufig weit vom Ort der ursächlichen Entstehung entfernt.

Ein Osteopath nutzt seine feinfühligen und geschulten Hände, um die Ursachen von Beschwerden aufzuspüren und zu behandeln. Hierbei handelt es sich in der Regel um Spannungen oder Blockaden im Bereich des Bewegungsapparates, der inneren Organe oder des Nervensystems.

Vereinfacht ausgedrückt wird immer irgendwo gezogen oder gedrückt. Manche Techniken sind sehr subtil, sodass sie an reines „Handauflegen“ erinnern. In solchen Momenten widmet sich der Osteopath den ebenso subtil ablaufenden Bewegungsmustern der Körpergewebe. Falls erforderlich und nach vorheriger Absprache mit dem Patienten werden gezielte, schonend durchgeführte chiropraktische Eingriffe angewendet.

In der Regel nicht. Manche Techniken können etwas unangenehm sein, sollten aber immer deutlich unterhalb der individuellen Schmerzgrenze durchgeführt werden. Schmerz erzeugt Spannung, das würde den Behandlungsablauf stören.

Mein Motto in dieser Hinsicht ist „manchmal ist weniger mehr.“

Osteopathie sollte deutlich unterhalb der individuellen Schmerzgrenze durchgeführt werden.

Befragung



Bei Ihrem ersten Behandlungstermin werden wir gemeinsam zunächst eine ausführliche Befragung durchführen. Ich werde Ihnen Fragen zu dem Grund ihres Kommens, sowie zu Ihrer bisherigen gesundheitlichen Historie, Nebenerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Unfällen und stattgefundenen Operationen stellen.

Es ist sinnvoll, wenn Sie sich im Vorfeld bereits Gedanken dazu machen. Vielleicht möchten Sie sich auch Notizen machen und diese zu Ihrem Termin mitbringen. Bringen Sie Ergebnisse aus durchgeführten Untersuchungen wie z.B. MRT – oder Röntgenbefunde bitte ebenfalls mit.

Bitte machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken zu Ihrer gesundheitlichen Historie, und bringen Sie bereits vorhandene Untersuchungsbefunde zu Ihrem ersten Termin mit.



Untersuchung



Nach der Befragung erfolgt eine eingehende Untersuchung. Ich beginne in der Regel mit einem Haltungsbefund im Stand (Sichtbefund). Dabei achte ich auf die Ausgewogenheit im Bereich der Fuß- und Beinachsen, des Beckens und des Schultergürtels sowie auf die Ausrichtung der kompletten Wirbelsäule bis zum Kopf.

Es folgt eine Testung der Beweglichkeit, der Wirbelsäule, der Rippen und der Gelenke sowie der Extremitäten im Stand, im Sitzen und im Liegen.

Auch die Organe des Bauch- und Brustraumes taste ich auf eventuelle Spannungsmuster hin ab.

Ich untersuche den Schädel auf Spannungen zwischen seinen einzelnen Knochenanteilen. Auch der Spannungszustand der Hirnhäute und der Rückenmarkshülle (diese kann man als Faszien des Nervensystems bezeichnen) lässt sich über den Schädel und über das Kreuzbein ertasten.

Am Ende der Untersuchung habe ich bereits eine Vorstellung davon, wie die Spannungsmuster verlaufen, die Ihren Körper belasten. So kann ich entscheiden, auf welchen Bereich ich meinen Schwerpunkt bei der ersten Behandlung legen werde.

Haltungsbefund (Inspektion), Bewegungstests und Spannungstests ergeben den osteopathischen Befund.



Behandlung



Die Basis für die nun folgende Behandlung sind die Ergebnisse der zuvor durchgeführten osteopathischen Untersuchung.

Bei der Behandlung reguliere ich mit meinen Händen potenziell störende Spannungsmuster im Gewebe. Es kommen je nach Bedarf Techniken mit sehr unterschiedlicher Intensität zum Einsatz. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Druck- und Zugtechniken.

Während der Behandlung können Sie mir jederzeit Rückmeldungen geben oder auch Fragen stellen.

Nach der Behandlung wiederhole ich einige Tests aus der Eingangsuntersuchung, um zu überprüfen, ob bereits eine Veränderung im Gewebe erzielt werden konnte.

Jede neue Behandlungssitzung stimme ich individuell auf Ihre aktuelle gesundheitliche Verfassung ab. Der genaue Verlauf der Behandlungen ist vom Einzelfall abhängig.

In der Regel können drei bis vier Behandlungen im Abstand von etwa zwei bis sechs Wochen zu einer deutlichen Linderung beitragen. Bei chronischen Beschwerden kann es länger dauern, bis eine Wirkung eintritt. Sollte nach drei Behandlungen keinerlei Linderung erzielt worden sein, versuchen wir gemeinsam zu einer Einschätzung zu kommen, ob eine Fortsetzung der Behandlung sinnvoll ist.

Nach drei bis vier Behandlungen sollte eine Linderung der Beschwerden erzielt worden sein. Bei chronischen Beschwerden können weitere Sitzungen erforderlich sein.

Der Osteopath gibt dem Körper einen kleinen „Schubs“, indem er die Bedingungen für die Eigenregulation verbessert.

Aus diesem Grund betragen die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungssitzungen rund zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit hat der Organismus die Gelegenheit, auf die Behandlung zu reagieren. Würde man einmal pro Woche behandeln, würde man in einen laufenden Prozess eingreifen und diesen stören. Eine Ausnahme sind sehr akute Beschwerden. Hier kann es sinnvoll sein, ein kürzeres Behandlungsintervall zu wählen.

In der Regel werden osteopathische Behandlungen im Abstand von zwei bis sechs Wochen durchgeführt.

Die Osteopathie ist sehr risikoarm, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie während einer osteopathischen Behandlung verletzt werden, ist sehr gering. Lediglich der Bereich der chiropraktischen Eingriffe ist mit einem Restrisiko behaftet. Dazu kläre ich Sie im Rahmen der Patientenaufklärung vor Ihrer ersten Behandlung auf.

Gelegentlich kann es nach einer osteopathischen Behandlung zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Es kann sich um starke Müdigkeit, muskelkaterähnliche Schmerzen oder Kopfschmerzen bzw. Schwindelgefühle handeln. Diese „Überreaktion des Körpers“ zeigt sich in der Regel nur nach der ersten Behandlung und dauert maximal drei Tage an. Sollte eine Erstreaktion bei Ihnen besonders intensiv ausfallen oder länger als drei Tage andauern, bitte ich Sie Kontakt mit mir aufzunehmen!

Geringes Restrisiko bei chiropraktischen Eingriffen. Gelegentlich kommt es zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung.

Sofern vorhanden, können aktuelle ärztliche Befunde nützlich sein.

Ich freue mich, wenn Sei ein großes Badehandtuch als Unterlage für die Behandlungsliege mitbringen.

In der Regel, sende ich Ihnen vor Ihrem ersten Termin Anmeldeunterlagen per E-Mail zu. Diese können Sie dann in Ruhe zu Hause durchlesen und ausfüllen. Bringen Sie die Unterlagen bitte ausgefüllt mit zum Termin.

Die osteopathische Untersuchung findet in der Regel in Unterwäsche statt. Sollte Ihnen dies unangenehm sein, bringen sie sich bitte flexible Kleidung (zum Beispiel Leggins oder Sporthose) mit. Wenn Sie mir vor der Behandlung einen kurzen Hinweis geben, verlasse ich gerne den Behandlungsraum, damit Sie sich umzuziehen können.

Die Behandlungskosten für eine osteopathische Behandlung betragen bei mir 80 Euro.

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten Ihren Patienten eine Teilerstattung an. Dies ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich geregelt. Meistens ist es notwendig, dass Sie sich vor Beginn der Behandlung ein Privatrezept oder ein Empfehlungsschreiben von einem Arzt (einer beliebigen Fachrichtung) ausstellen lassen. Dies müssen sie dann zusammen mit meiner Rechnung bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Hier finden Sie Informationen zu den Erstattungsmodalitäten der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen.

Sofern Sie über eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung verfügen, werden die Kosten in der Regel - je nach Tarif - anteilig oder vollständig erstattet. Privat- und Beihilfeversicherten werden die Kosten ebenfalls in den meisten Fällen erstattet. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich vorab bei Ihrer Versicherung. Die Abrechnung erfolgt bei Privatversicherten bzw. Zusatzversicherungen über die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).

Bitte die Erstattungsmodalitäten vorab mit der Krankenversicherung klären!